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Kieferorthopädie...

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Die Kieferorthopädie, als Fachgebiet der Zahnmedizin, umfasst die Prävention, Diagnostik und Therapie von Fehlstellungen der Kiefer und Fehlstellungen der Zähne. Sie kann in jedem Lebensalter durchgeführt werden – 50% unserer Patienten sind Erwachsene.

Zahnstatus vor Kieferorthopädie

Mit Hilfe von Kieferorthopädie ist ein Zahnarzt nach entsprechender Ausbildung in der Lage die Zähne lebenslang (!) im Kiefer zu bewegen.

Eine kieferorthopädische Therapie ist bei fast 90% der Bevölkerung indiziert. Hintergrund ist, dass für eine gesunde Kau- und Gelenkfunktion korrekt stehende und optimal miteinander verzahnte Zähne notwendig sind. Dies hat neben kaufunktionellen Aspekten auch den Vorteil, dass die Mundhygiene einfacher durchzuführen ist. Dadurch verringert sich dann zusätzlich auch das Karies- bzw. Zahnfleischerkrankungsrisiko (Parodontitis).

Die Folgen einer unterlassenen Behandlung zeigen sich oftmals erst wenn man älter wird und reichen von großflächigen Abrasionen (Abnutzungen der Zahnhartsubstanz) bis hin zu schmerzhaften degenerativen (Gewebe abbauenden) Kiefergelenkserkrankungen und Zahnverlust durch Knochenabbau oder Überlastungen.

Abhängig davon ob lediglich ein Zahn schief steht, eine Lücke geschlossen oder aber umfangreiche Zahnfehlstellungen korrigiert werden sollen, gibt es unterschiedliche zur Verfügung stehende Behandlungsmittel. Hierzu zählt bspw. die herkömmliche „feste Zahnspange“ – auch Multiband-Apparatur genannt. In einer keramischen Ausführung hebt sich das Multiband dann fast gar nicht mehr vom natürlichen Zahn ab.

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit die Zahnspange die Lingualtechnik zu verwenden – also die korrigierende Apparatur von innen an die Zähne anzubringen. Die kieferorthopädische Apparatur ist dann für Außenstehende nicht sichtbar.

Bei geringerem kieferorthopädischen Behandlungsaufwand können Zähne auch mit einer Sequenz aus durchsichtigen Schienen (Invisalign© -Verfahren) bewegt werden. Diese müssen dann einen Großteil des Tages getragen werden, haben aber den Vorteil, dass sie jederzeit innerhalb von Sekunden entfernt werden können.

Unsere kieferorthopädischen Behandler sind zertifiziert für diese Verfahren.

Nach einer jeden aktiven kieferorthopädischen Behandlung muss sich dann eine Phase des Retainments (to retain – etw. erhalten) anschließen, die dafür sorgt, dass sich die erreichte Zahnstellung nicht wieder verschiebt und alles dauerhaft „schön gerade“ bleibt.

Da der Zeitpunkt für den Behandlungsbeginn jedoch von Patient zu Patient verschieden ist, bedarf es einer rechtzeitigen Diagnose, um zum richtigen Zeitpunkt therapeutisch eingreifen zu können. Üblicherweise klärt der Kieferorthopäde dann in einem persönlichen Gespräch den Behandlungsbedarf, gibt Informationen zum Behandlungsablauf und hilft dem Patienten bei der Entscheidung der für ihn passenden kieferorthopädischen Apparatur.

Dieses Beispiel zeigt die kieferorthopädische Behandlung eines bei Abschluss der Behandlung 15-jährigen Jungen, der über anderthalb Jahre mit Brackets, also einer festen Klammer versorgt wurde.

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