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Amalgam...

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Amalgam wird in unserer Klinik seit Bestehen grundsätzlich nicht verwendet. 

Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Beim Amalgam handelt es sich um eine Legierung aus verschiedenen Nicht- und Halbedelmetallen wie Zinn, Zink, Kupfer, Indium, Silber und Quecksilber. Diese Legierung ist im frisch angemischten Zustand plastisch verformbar und kann besonders gut in diesem plastischen Zustand in den Zahndefekt eingebracht werden. Die Oberflächenhärte nach Aushärtung entspricht zwar nicht der des Zahnschmelzes, ist aber ausreichend hart, um über viele Jahre die Nahrungszerkleinerung mit zu gewährleisten. 

Seit über zweieinhalb Jahrzehnten wird immer wieder aus verschiedenen Quellen berichtet, dass es gesundheitlich unbedenklich wäre Amalgamfüllungen im Mund zu haben. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Schädlichkeit des Amalgams würde es angeblich nicht geben. Leider ist es oft für die naturwissenschaftlichen und medizinischen Laien nicht möglich diese Behauptungen zu überprüfen. Auch wird nicht durchschaut, welche Interessen bzw. Interessenverbände hinter der Verbreitung solcher Informationen stehen. 

Faktisch handelt es sich beim Amalgam um reaktive Metalle in einer Legierung, die natürlich in Gegenwart von Speichel im basischen und sauren Milieu des Körpers reagieren. Die reaktivste der Phase, also die, die am intensivsten im Körper in Lösung geht ist die so genannte Ɣ2 Phase. 

Die in den Körperflüssigkeiten gelösten Metalllegierungsanteile des Amalgams lagern sich bevorzugt im Fettgewebe und in den Markscheiden der Nerven ab. Weiterhin wissen wir, dass chronische Schwermetallbelastungen das Immunsystem schwächen und dauerhaft schädigen und damit u.a. die Anfälligkeit für Krebserkrankungen erhöhen. Verschiedene Erkrankungen wie zum Beispiel die Multiple Sklerose, Morbus Parkinson und Morbus Alzheimer werden nach den Ergebnissen seriös aufgebauter Studien indirekt oder direkt mit der Menge der Amalgamfüllungen im Mund und deren Bestandsdauer verbunden.  

Quecksilber von Patienten mit Amalgamfüllungen wurde auch gefunden in humanen Gehirn-, Nieren- und Schildrüsenproben.

Die unten angegebene Autopsiestudie zeigt: Je höher die Amalgamfüllungszahl, desto höher der Quecksilberwert in verschiedenen Hirnregionen, Schildrüse und Niere.

Quelle:
http://www.keytoxins.com/hgbiblio-files/hg_release/guzzi_am_j_forens_med_pathol_06_hg_autopsies.pdf

In Pubmed: 
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16501347

Die Personen mit der größten Füllungszahl hatten über 10-mal höhere Quecksilberwerte im Gehirn (und 4-5 mal erhöht in Niere und Schilddrüse) im Vergleich zur Gruppe, welche nur zwischen 0 bis 3 Amalgam trugen.
Nebenbefund: Je höher der Quecksilberwert im Gehirn, desto häufiger war Suizid die Todesursache. Selbstmörder hatten dreimal mehr Quecksilber im Gehirn als die Personen mit anderen Todesursachen. 

Die Studienergebnisse insgesamt sind in den internationalen medizinischen Datenbanken wie der Cochrane Library veröffentlicht. Die Cochrane Library ist ein die evidenzbasierte Medizin unterstützendes Informationsportal für Ärzte, Patienten und Wissenschaftler, bei dem über 37.000 Menschen aus über 130 Ländern weltweit zusammenarbeiten.

Die Verwendung des Amalgams im Mund wurde bereits 1995 vom Bundesgesundheitsamt verboten für die Anwendung bei Schwangeren und Kindern bis zum sechsten Lebensjahr. Im gleichen Jahr wurde die Amalgamproduktion des bis dahin größten europäischen Herstellers dauerhaft eingestellt.

Ab 1. Juli 2018 darf Amalgam bei Schwangeren, Stillenden, Kindern bis zum 16. Lebensjahr, Allergikern und Patienten mit einer schweren Niereninsuffizienz nicht mehr eingesetzt werden.

Im Ausschuss für Umwelt und Volksgesundheit des Europäischen Parlaments fand Mitte Oktober 2018 die Abstimmung über die geplante EU-Quecksilberverordnung statt. Dabei wurde mit großer Mehrheit ein Kompromissantrag zur künftigen Nutzung von Dentalamalgam angenommen. Darüber hinaus fordert der Ausschuss ein schrittweises Auslaufen von Amalgam bis Ende 2022. Aber erst im Jahr 2030 wird nach den heute vorliegenden Informationen die Verwendung des Amalgams ganz verboten werden. Derzeit prüft die EU- Kommission in einer Machbarkeitsstudie die Umsetzung. Das Ergebnis wird 2020 erwartet.

Alternative Füllungsmaterialien stehen auch für Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen ausreichend zur Verfügung, so dass für jede Indikation das geeignete Füllungsmaterial am Patienten eingesetzt werden kann. Individuelle Risiken alternativer Füllungsmaterialien sind mit dem Patienten vor einer Entscheidung kritisch zu erörtern.

Für höherwertige alternative Füllungsmaterialien zahlt die GKV einen Festzuschuss, der dem einer Amalgam- oder einfachen Kunststofffüllung entspricht.

 

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