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Morbus Alzheimer: Eine Erkrankung durch Infektion mit Parodontitiskeimen? Prophylaxe bzw. effiziente Therapie von Parodontitis einmal mehr sinnvoll!

Einer der 7 Parodontitis- Leitkeime, Porphyromonas gingivalis, einer der Erreger der chronischen Parodontitis, könnte an der Alzheimer-Demenz beteiligt sein. Ein gezielter Wirkstoff gegen das Bakterium wird zur Zeit wissenschaftlich untersucht.

Die Forschung vermutet seit längerem, dass die Ursache der Alzheimer-Demenz in einem entzündlichen Geschehen, welches im Körper aufgetreten ist, zu suchen ist. Wissenschaftler der Universität Krakau entdeckten nun eine Verbindung zwischen dem bakteriellen Erreger chronischer Paradontitis (P. gingivalis) und der Alzheimer-Demenz.

Dafür wurden Gewebeproben von gesunden Gehirnen mit solchen von Alzheimer-Erkrankten verglichen. Die DNS von P. gingivalis konnte in den Proben beider Gruppen nachgewiesen werden. Die Proteinase Gingipain, die das Bakterium ausschüttet, war jedoch besonders stark nachweisbar, wenn auch eine große Menge des Proteins Tau, welches in Tierzellen an stützende Zytoskelett-Proteine (Mikrotubuli) bindet und deren Zusammenbau reguliert und Ubiquitin, ein weiteres Protein, welches in Eukaryoten ubiquitär vorkommt, vorlagen.

Gingipain spaltet das Tau-Protein. Die dabei entstehenden Peptide sind assoziiert mit der Bildung neurofibrillärer Tangles, welche bei Alzheimer-Patienten häufig vorliegen. Gingipain war bei sieben von zehn Patienten, die die Verdachtsdiagnose Alzheimer hatten, auch im Liquor nachweisbar.

Am Mausmodell führte die orale Infektion mit P. gingivalis zu einer erhöhten Bildung von ß-Amyloid, welches sich in-vitro als stark antibakteriell herausstellte. ß-Amyloid lagert sich in der Alzheimer-Demenz als Plaques im Intrazellulärraum ab.

Schließlich haben die Forscher einen oral verfügbaren Inhibitor von Gingipain entwickelt. Dieser zeigte bei infizierten Mäusen eine neuroprotektive Wirkung und dämmte die Ausbreitung des Bakteriums ein.

Der Wirkstoff wird nun für die Anwendung am Menschen untersucht. Eine klinische Interventionsstudie an gesunden Probanden ist bereits abgeschlossen. Aktuell liegen keine veröffentlichten Ergebnisse vor.

Voraussehend kann man bereits vermuten, dass die Vermeidung bzw. effiziente Therapie einer Parodontitis eine sehr sinnvolle Kausalprophlaxe vor Alzheimer darstellen sollte.

(Dominy SS et al: Porphyromonas gingivalis in Alzheimer’s disease brains: Evidence for disease causation and treatment with small-molecule inhibitors.
Science Advances  23 Jan 2019:5(1): eaau3333)

 

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