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>> In letzter Zeit häufen sich Berichterstattungen zur MIH (Molaren-/ Incisivi- Hypomineralisation).

Darunter versteht man eine fehlerhafte bis ganz fehlende Schmelzbildung der ersten Backenzähne oder/ und der Schneidezähne. Die Oberfläche der betroffenen Zähne ist uneben bis rau. Der glatte und den Zahn schützende weiße Zahnschmelz fehlt, das freiliegende Dentin bewirkt das gelbliche Erscheinungsbild des Zahnes.

 

 

Die Häufigkeit der MIH wird in den nordischen Ländern mit 10 bis 19 Prozent angegeben. Im deutschsprachigen Raum liegt die Prävalenz der Erkrankung mit 4 bis 6 Prozent deutlich niedriger, wobei eine steigende Tendenz zu beobachten ist [Koch et al., 1987; Jalevik et al., 2001; Dietrich et al., 2003].

Die Grundlagen für die Entstehung einer MIH sind nicht eindeutig geklärt. Da die Schmelzbildung der ersten Molaren und der Inzisivi zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr stattfindet, muss die Störung in dieser Zeitspanne aufgetreten sein. Insbesondere während der ersten zehn Lebensmonate und zwischen zweieinhalb und fünf Jahren besteht für die Zahnentwicklung eine auf Stoffwechselstörungen sehr anfällige Periode [Schroeder, 2000]. Als mögliche Ursachen werden in der Literatur unter anderem diskutiert: Dioxinbelastung der Muttermilch, Probleme im letzten Monat der Schwangerschaft, Frühgeburten, respiratorische oder bläschenbildende Erkrankungen in den ersten beiden Lebensjahren. Im Praxisalltag sehen wir die MIH gehäuft bei Kindern, die in den kritischen Phasen der Schmelzbildung Infekte hatten und/oder ein Antibiotikum bekommen haben aber auch bei verlängertem Trinken aus Plastiktrinkflaschen [Koch et al., 1987; Jalevik & Noren, 2000; Weerheijm et al., 2003; Behrendt et al., 2004]. Mittlerweile stehen die A- Bisphenole wie in Gewicht sparenden Kunststoff-Getränkeflaschen für Mineralwasser enthalten im Verdacht für die Entstehung einer MIH mitverantwortlich zu sein. Es gibt dafür epidemiologische Hinweise (paralleler Anstieg der Bisphenol-A-Belastung und der Häufigkeit von MIH). Französische Forscher vom Institut für molekulare orale Pathophysiologie an der Université Paris-Descartes belasteten Rattennachwuchs während verschiedener Phasen ihrer Entwicklung mit Bisphenol A. Der Schmelz war nur dann geschädigt, wenn die Tiere beim Kontakt zur Chemikalie vier Wochen alt waren. Dort liegt genau das empfindliche Zeitfenster, in dem bei Ratten der Zahnschmelz für Backen- und Schneidezähne gebildet wird.

Die Verbraucherzentrale fordert sogar ein BPA-Verbot.

Der endgültige wissenschaftliche Beweis für einen Zusammenhang von BPA und Kreidezähnen steht noch aus. Dennoch hält die Verbraucherzentrale aus Gründen der Vorsorge ein Verbot von BPA für nötig. Die Chemikalie beeinflusst den Hormonhaushalt und steht im Verdacht, der Gesundheit zu schaden. „Dieser Stoff kann in Verpackungen, Geschirr oder von innen beschichteten Konservendosen und Kunststoffgetränkeflaschen enthalten sein. So kann BPA in Lebensmittel und damit in den Körper übergehen“, erklärt Gudrun Köster, Expertin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale.

Verboten ist BPA in Europa bisher nur in Babyflaschen, ab 2020 soll es auch für die Beschichtung von Thermopapieren verboten werden. Als Innenbeschichtung in Konserven- oder Getränkedosen wird die Chemikalie weiterhin häufig verwendet, auch in Mikrowellengeschirr aus Kunststoff kann sie vorkommen. Der Recyclingcode 7 und das Kürzel PC (Polycarbonat) können auf BPA hindeuten, eine Kennzeichnungspflicht gibt es nicht. Wer BPA vermeiden will, greift besser zu Konserven im Glas und nutzt Geschirr aus Porzellan oder anderer Keramik.

Alternativen zu BPA sind ebenfalls nicht harmlos, aber weniger gut untersucht. Deshalb fordert die Verbraucherzentrale, dass Chemikalien nur dann in Lebensmittelverpackungen und Geschirr verwendet werden dürfen, wenn toxikologische Studien diese als unbedenklich einstufen.

Quelle: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Die Behandlung der Kinder mit MIH ist oft nicht einfach.

 

 

Betroffene Zähne können sehr heiß- und kaltempfindlich sein. Auch ein Luftzug wird von einigen Patienten bereits als unangenehm empfunden. Betroffene Kinder berichten bei Durchbruch der Zähne bereits über Empfindlichkeit und Schmerzen. Die Mundhygiene ist of ungenügend. Häufig kommt es innerhalb kürzester Zeit zu progressiven Substanzverlusten und rasch voranschreitender Karies. Darüber hinaus kann die Compliance der jungen Patienten durch die Hypersensibilität eingeschränkt sein [Jalevik & Klingberg, 2002].

Therapiemöglichkeiten verschiedener Art erläutern wir bei Bedarf im persönlichen Gespräch.

 

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