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>> Aluminium in Zahnpasten, Kosmetikprodukten und Lebensmitteln

Aluminium in dessen verschiedenen chemischen Verbindungen findet sich in vielen Lebensmitteln, Kosmetikprodukten und Medikamenten, auch zum Beispiel in Zahnpasten mit dem Whitening – Effekt sowie der Flouridierungsanteile.

Die aktuellen Untersuchungsergebnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigen: Deutsche nehmen zuviel Aluminium auf, besonders die Jugendlichen zeigen Überschreitungen der empfohlenen Grenzwerte um dass Zwei- bis Dreifache.

Aluminium findet sich in Alu- Schalen, Tee, Kakao, Arzneimitteln, Folien, Deos, Sonnencremes und eben auch in Zahnpasten.

Brustkrebs und Morbus Alzheimer werden seit längerer Zeit mit zu hoher Aluminiumaufnahme in Verbindung gebracht und vermehrt im Tumorgewebe oder betroffenen Hirnarealen gefunden.

Angegeben wird die Aufnahme in Milligramm Aluminium je Kilogramm Körpergewicht je Woche (mg/kg/Woche). Die EFSA hält 1 mg/kg/Woche für noch unbedenklich.

Zahnpasta kann Aluminium in zwei Formen enthalten:

zum einen als Fluoridspender in Form von Aluminiumfluorid, zum anderen als Abrasivkörper (RDA- Wert) in Form von Aluminiumoxid oder -hydroxid. Dafür wird auch das Titandioxid verwendet, welches in Frankreich 2020 verboten wurde.

Der Aluminium- Maximalwert der österreichischen Proben lag bei 3,9 Prozent. 2,75 g Paste werden laut BfR pro Tag im Durchschnitt verwendet, wovon lt. relevanten Studien etwa 138 mg verschluckt werden. Die wöchentlich empfohlenen Maximalwerte werden nach Formelumrechnung für Erwachsene und Jugendliche allein dadurch erreicht.

Was Aluminium im Körper bewirken kann und wie viel maximal aufgenommen werden sollte, ist geklärt.

Woher kommt das Aluminium und wie viel nehmen wir wie auf?

Lebensmittel sind meistens vorrangig bedeutsam. In der Regel sind sie der wichtigste Beitrag zur oralen Exposition. Doch welche Lebensmittel stark belastet sind und warum, mag überraschen. Gerade „gesunde“ Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Nüsse, Ölsaaten und Gewürze sind oft besonders belastet. Auch Tees, besonders grüne Tees sind Spitzenreiter beim Aluminiumgehalt.

Aber nicht nur vermeintlich gesunde Lebensmittel sind zu berücksichtigen, auch Schokolade und Kakao zeigen hohe Aluminiumanteile. Wer hier die „gesündere“ Bitterschokolade wählt, wählt mehr Aluminium, denn je höher der Kakaoanteil, desto höher der Aluminiumanteil.

Besonders erhöht wird die Aufnahme von Aluminium durch Lebensmittel in Alu- Grillschalen oder -folien wenn diese erhitzt werden und dazu Salz oder saure Würzmittel die freiwerdende reaktive Menge an Aluminium erhöhen.

Abrasive Zahnpasten beinhalten meistens hohe Aluminiumanteile. Auch Lippenstifte und Antitranspirante sind hier zu nennen. Antitranspirant als Spray oder besonders als Deo- Roller und normale Zahnpasten wurden auch bei den Normalexponierten in Studien einbezogen. Mit 1,4 bis 2,9 mg/kg/Woche überschritten schon die vom speziellen Verbrauch her durchschnittlichen Jugendlichen zum Teil deutlich beide Grenzwerte, die Hochexponierten übersteigen sie mit 3,1 bis 4,6 mg/kg/Woche sogar um das Zwei- bis Dreifache.

Auch Sonnenschutzmittel können erhebliche Mengen an Aluminiumverbindungen enthalten, was wegen der relativ großen Körperoberfläche zum Gesamtorganismus noch relevanter wird.

Alle diese Fakten sind schon länger bekannt (Nicholson et al. 2007, Pineau et al. 2012) können aber besonders unter dem Aspekt der Kumulation vom Verbraucher nicht ausreichend berücksicht werden, weil Deklarationspflichten auf den Produkten fehlen.

Bezüglich der Medizin kommen Aluminiumverbindungen als Adjuvans bei Impfungen vor, was besonders für Säuglinge und Kleinkinder zu beachten ist. Hoch ist der Aluminiumanteil bei Medikamenten, die zur Neutralisierung der Magensäure genutzt werden (Antazida), so dass schon mit einer Einnahme der maximal zu tolerierende Dosis für 16 Wochen erreicht werden kann.

Zusammenfassend gilt:

Aluminiumhaltige Kosmetikprodukte sollten wenn man sie überhaupt benutzen will nie auf verletzte Haut aufgetragen werden, Antitranspirantien nach Rasur oder Sonnenschutzmittel nach Sonnenbrand sind unbedingt zu vermeiden. Dasselbe gilt für Lebensmittelkontaktmaterialien. Unbeschichtete Alugefäße sollten nicht zur Zubereitung und Lagerung von sauren oder salzigen Speisen genutzt werden.

Es gilt, dass Aluminium wohl vor allem Langzeitfolgen hat, die von der systemischen Belastung abhängen. Von der einen salzigen Wurst in der Grillschale wird niemand gleich krank, bei aber täglich drei Mahlzeiten in Aluschalen und Antitranspirant plus „Whitening“-Zahnpasta über Jahrzehnte ist das Risiko ein anderes.

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