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Stark erhöhte COVID 19- Erkrankungsgefahr bei Patienten mit unbehandelter Parodontitis oder Periimplantitis

Eine neu veröffentlichte Studie mit über 13.000 untersuchten Patienten aus dem Pool der Biobank aus Großbritannien (1) zeigt, dass Patienten mit geschwollenem oder blutendem Zahnfleisch ein bis zu 70% größeres Risiko tragen an COVID 19 zu erkranken und zu versterben.

Diese jetzt von den britischen Forschern bestätigte wesentlich höhere Infektanfälligkeit wird unterstützt durch die Ergebnisse der SHIP- Studie (Kocher et al. 2003, 2004, 2005, 2012, 2015).
Parodontal und periimplantäre pathogene Bakterien werden über den Blutstrom in alle Regionen des Körpers verteilt und verursachen am Gesamtorganismus und in den Organen verschiedene Erkrankungen, die unter „Former News“ vom 13.02.2020 auf dieser HP aufgeführt und dort nachzulesen sind. Insgesamt führen sie zur Schwächung des gesamten Immunsystems und machen den Körper anfällig für zahlreiche auch tumoröse Erkrankungen.

Das zeigt, wie wichtig eine gesunde Mundhöhle im Kampf gegen das Virus ist. Schon lange betonen Zahnmediziner Prof. Roland Frankenberger (Universität Marburg) und Diabetologe Prof. Andreas Pfützner (Pfützner Science & Health Institute, Mainz) die Wichtigkeit der oralen Immunkompetenz, auch im Rahmen der Pandemie. Mit ihrer Allianz für die orale Immunkompetenz vernetzt die Mundgesundheits Stiftung (DMS) Experten vor Ort, Industrie und Verbände, um unnötige schwere Verläufe oder Todesfälle von Menschen mit COVID-19 zu verhindern.

Die wichtigste Eintrittspforte für das COVID 19 Virus ist der Mund und Rachen. Besonders deswegen ist der richtig getragene und effektive Mund- Nasenschutz (MNS) elementar wichtig zum Schutz des Einzelnen und der Anderen.

Eine starke Immunabwehr der Mundhöhle und eine gesunde Mundschleimhaut stellt die erste Eintrittshürde für die Viren dar (2). Ist die Keimabwehr im Mund aber geschwächt oder finden unbemerkt/ unbehandelt parodontale Degenerationsprozesse statt, stellen zusätzliche bakterielle/ virale Infektionen ein hohes Risiko dar, an einer Lungenentzündung zu erkranken oder gar an einer Sepsis zu versterben. Oft ist eine schlecht gepflegte Mundhöhle die Quelle für derartige Infektionen.

Eine Studie mit fast 100.000 Menschen hat über einen Zeitraum von 12 Jahren den engen Zusammenhang von Dentalhygiene und Lungenentzündung belegt. Durch eine Parodontal-Behandlung konnte das Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken, um 31 % gesenkt werden; durch eine intensivierte Therapie sogar um bis zu 66 %. Patienten mit Diabetes hatten sogar ein um 78% erhöhtes Risiko, eine Lungenentzündung zu entwickeln. (3)
"Die orale Prävention stärkt die Immunkompetenz am Entstehungsort der Virusinfektion und hilft über diese Fitmacherfunktion, sie zu vermeiden oder ihren Verlauf abzumildern" so Prof. Dr. Roland Frankenberger (2020).

Patienten sollten daher ihre Termine zur Routineuntersuchung und zum Check-up keinesfalls verschieben.

Bei steigenden Corona-Infektionszahlen ist die orale Immunbarriere wichtiger denn je. Bei noch fehlenden Möglichkeiten zur Impfung breitet sich zu allem Überfluss die Virusmutation B.1.1.7. in ganz Europa aus. Diese Variante des Virus ist 50 - 70 % infektiöser als das bisherige Virus und könnte unser Gesundheitssystem schon bald an seine Grenzen bringen.

Neben den üblichen AHA-Regeln und den Kontaktbeschränkungen sieht die Mundgesundheitsstiftung die orale Immunbarriere als einen der wichtigsten Bausteine beim Schutz vor dem Virus.
So auch Prof. Zastrow, der die Desinfektion der Mundhöhle mit einer geeigneten Mundspülung als wichtiger ansieht als das Lüften. (5)

Quellen

(1) The Impact of Periodontal Disease on Hospital Admission and Mortality During COVID-19 Pandemic, Larvin H, Wil on the epithelial cells of oral mucosa. Xu, Hao & Zhong, Liang & Deng, Jiaxin & Peng, Jiakuan & Hongxia, Dan & Zeng, Xin & Li, Taiwen & Chen, Qianming. (2020). International Journal of Oral Science. 12

(2) The Association of Periodontal Treatment and Decreased Pneumonia: A Nationwide Population-Based Cohort Study. Yang LC, Suen YJ, Wang YH et al. Int J Environ Res Public Health 2000; 17: 3356.

(3) Oral Immunocompetence in the Corona Pandemic vs. System Relevance of Dentistry. Roland Frankenberger, Andreas Pfützner. Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement 2020; 25(05): 256-263 Georg Thieme Verlag KG

(4) Mundspülung statt Begrüßungssekt - Ansteckungsrisiko auf Feiern: Was Hygienepapst Prof. Zastrow empfiehlt ots.de/DpCN8J

(5) Imott S, Wu J and Kang J (2020) Front. Med. 7:604980. doi: 10.3389/fmed.2020.604980 - High expression of ACE2 receptor of 2019-nCoV

 

 

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